Gerold Eppler

Kunstpädagoge und kommissarischer Leiter des Museums für Sepulkralkultur Gerold Eppler ist in den vergangenen 25 Jahren vom Steinbildhauer zum Fachmann für Begräbniskultur geworden. Seit 1992 arbeitet er an dem Kasseler Museum:  Das einzige Museum seiner Art, das sich ausschließlich mit dem Tod in all seinen Facetten beschäftigt.
Gerold Eppler wird uns eine kurze kulturwissenschaftliche Einführung in die Welt der Untoten vor dem Screening von „Dawn of the Dead“ geben.

Vorstellungen von Untoten haben eine jahrhundertealte Tradition. Auch in Nordhessen. Schmätzer, Nachzehrer, Wiedergänger, Aufhocker, Poltergeister und Vampire hatten ihren festen Platz im Volksglauben und verbreiteten Angst und Schrecken. Der damalige Umgang mit den Untoten war deshalb nicht weniger grausam als die Vernichtung des Bösen im Horrorfilm.

Quelle Beitragsbild: http://www.deutschlandfunk.de/media/thumbs/c/c79871920fb044fe9b3b91b4f7902bf6v1_max_755x425_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg?key=6e42e9

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Randfilmfest 2017 Wolfgang M Schmitt Jun.

Wolfgang M. Schmitt jun.

Die Filmanalysen von Wolfgang M. Schmitt auf Youtube muß man gesehen haben. Unabhängig, anmaßend, provokant, kompromisslos, unterhaltsam eröffnet sich hier ein ganz eigener, eigenwilliger Blick auf Filme. Dabei legt er versteckte Subtexte offen und sorgt damit für Überraschungen. Mit einem regelmäßigen Output, der weder vor Aktuellem noch vor Klassikern zurückschreckt, und der Fähigkeit zur Polarisierung ist er auf dem besten Wege, der Reich-Ranicki des Blogzeitalters zu werden.

https://www.youtube.com/user/Filmanalyse

Quelle Beitragsbild: https://twitter.com/schmittjunior

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Randfilmfest 2017 Nikias Chryssos

Nikias Chryssos

Der griechisch-deutsche Filmemacher Nikias Chryssos wurde 1978 bei Heidelberg geboren. Nikias studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg und ist Absolvent des Résidence du Festival de Cannes, des Berlinale Talent Campus, des Karl Steinbuch Stipendiums und der Master Class The Hollywood Perspective an der UCLA in Kalifornien. Seine Filme wurden unter anderem auf Festivals in Berlin, Tribeca, Drama, Clermont-Ferrand, Oberhausen und Rotterdam gezeigt und gewannen zahlreiche internationale Preise. 2012 gründete er seine eigene Produktionsfirma KATASKOP Film.

Quelle Beitragsbild: https://www.film-rezensionen.de/wp-content/uploads/2016/01/Nikias-Chryssos-Interview.jpg

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Randfilmfest 2017 Tarek Ehlail

Tarek Ehlail

Autor und Regisseur Tarek Ehlail ist im Saarland geboren und aufgewachsen, an Deutschlands südwestlichster Grenze zu Frankreich. Im Alter von 20 Jahren gehörten ihm zwei Piercingstudios, während er eine erfolgreiche Boxerkarriere verfolgte.
Tarek Ehlails Weg zum Filmemacher war daher eher unüblich. Zunächst drehte der Autodidakt Dokumentarfilme und Musikvideos, bevor er sich an das Drehen und Produzieren von Spielfilmen wagte. Das Arbeiten an „wilden“, „unbändigen“ Filmen wie Chaostage und Gegengerade bedeutete Learning by Doing und hierbei trug er allein die Risiken. Trotz begrenzter Mittel gelang es ihm, zwei aufmerksamkeitserregende und namhaft besetzte Filme zu realisieren, mit Mario Adorf, Moritz Bleibtreu, Wotan Wilke Möhring, Denis Moschitto, Christoph Letkowski, Stipe Erceg, uvm.

Quelle Beitragsbild: Augenschein Filmproduktion

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Randfilmfest 2017 Uwe Boll

Uwe Boll

Wer sich die Schauspielerliste Uwe Bolls anschaut, staunt nicht schlecht: Der Regisseur und Doktor der Philosophie drehte bereits mit Größen wie Ben Kingsley, Jason Statham, oder everybodys darling Til Schweiger. Und trotzdem blasen die Kritiker alle in ein ähnliches Horn: „Trashfilmer“, „B-Filmer“, „Deutschlands Antwort auf Ed Wood“. Davon mal verärgert, mal schulterzuckend lässt sich konstatieren: Uwe Boll ist sicherlich kein Diplomat und auch nicht dafür bekannt, Kino für die intellektuelle Intelligenzia zu produzieren, besonders seine Spieleverfilmungen bekommen meist vernichtende Kritiken – aber wer den Regisseur außerhalb eines Boxrings oder eines Kinos getroffen hat, berichtet von einem durchaus sympathischen Zeitgenossen.
Wir führen ein Skype Interview mit Regisseur und Produzent Uwe Boll, Freitag um Mitternacht.

Quelle Beitragsbild: https://images.vice.com/noisey/content-images/article/uwe-boll-ueber-deutschsprachige-musikvideos-384/800px-Uwe-Boll-Dungeon-Siege.jpg?crop=1xw:0.9xh;center,center&resize=1050:*

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Randfilmfest 2017 Dominik Graf

Dominik Graf

Dominik Graf, 1952 in München geboren, hat seit 1978 mehr als 50 Filme für Fernsehen und Kino gedreht und gilt als einer der einflussreichsten deutschen (Genre)-Regisseure. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit zehn Grimme-Preisen, fünf Deutschen Fernsehpreisen sowie dem Deutschen Filmpreis für die beste Regie.

Neben den zahlreichen Arbeiten fürs Fernsehen (u.a. Der Fahnder 1983-1991, mehrere Folgen Polizeiruf 110 und Tatort, DAS Russenmafia-Epos: Im Angesicht des Verbrechens, Hotte im Paradies), bei denen er „mehr wagen kann, ohne den Wahnsinns-Apparat des Films, inszeniert Graf unterschiedliche Filme für die große Leinwand, darunter Die Sieger (1994), Der Felsen (2002), Der Rote Kakadu (2005), Die geliebten Schwestern (2014) und natürlich die Katze (1988), der bis heute bisher sein einziger kommerzieller Kinoerfolg mit fast 2 Millionen Zuschauern blieb.

Stets hat sich Graf als Regisseur immer für beide Seiten des Verbrechens interessiert: die Bösen und die, die ihnen nachjagen. Er liebt den Polizei- und Actionfilm, die Nouvelle Vague, Gialli, Poliziotti und New Hollywood. Ausserdem gilt er als arbeitswütigster Regisseur Deutschlands und bespricht Audiokommentare für aussergewöhnliche Genrefilme.

Graf macht Kino und er macht Fernsehen, das wie Kino wirkt: groß und echt und abgründig, nicht gefällig oder kompromissbereit.

Quelle Beitragsbild: http://ais.badische-zeitung.de/piece/01/b7/f7/7c/28833660.jpg

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