Beatrice Manowski

Beatrice Manowski wird auf dem Randfilmfest 2019 für ihr filmisches Werk mit einer Hommage geehrt.

Mit ihr bereichert eine der großen Ikonen des deutschen Undergroundkinos, aber auch der Mainstreamunterhaltung die diesjährige Festivalausgabe.
Eine Grenzgängerin, die nur schwer allein durch ihre Präsenz als Schauspielerin, Autorin, Regisseurin oder Sängerin zu fassen ist.
Denn sie war ARD-Hafendetektivin und RTL-Serienstar („Und tschüss!“), prägte aber auch die Berliner Szene als Punk-Pionierin und Post-Schlager-Paradiesvogel. Die Gegensätzlichkeit ihrer Rollen der Betty aus NEKROMANTIK und der Sabine aus MANTA MANTA zeugt von der großen Bandbreite ihrer Darstellungskraft.

Mit ihrer eigenen Regiearbeit DROP OUT nahm sie 1997 nicht nur die Generation Instagram in einer knallbunten Krimisatire vorweg, sondern lieferte auch einen bissigen Kommentar zur Feminismus- und Genderdebatte. Stets mehr Macho-Mädchen als Zierpüppchen, offenbart sich hier ihr alles verbindendes Markenzeichen: unangepasste Frauenfiguren mit Witz und Durchschlagskraft.

Ihr Schaffen erinnert uns alle gleichzeitig an die einst große Bandbreite des deutschen Films, welche heute so schmerzlich vermisst wird.

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Hot Sand
So. 22/9 // 18:00 Uhr

von Wolfgang Büld und Beatrice Manowski, mit Beatrice Manowski

Ingmar Bergman und Kenneth Anger treffen Russ Meyer zur Strandpartie, wenn der uralte Golem-Mythos schwül-ekstatisch neu interpretiert wird. Der Musikclip für die Manowski-Band HALLELULJA HIGHWAY wurde von VIVA zensiert und lief ungekürzt nur bei „WAHRE LIEBE“.

Im Anschluss: Werkstattgespräch mit Beatrice Manowski

Bildquelle: Wolfgang Büld

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A Young Man with High Potential
So. 22/9 // 17:30 Uhr

von Linus de Paoli, mit Adam Ild Rohweder, Paulina Galazka, Pit Bukowski

Der Informatikstudent Piet lebt in einem Schneckenhaus. Soziale Kompetenz: Fehlanzeige. Als Klara ihn um Hilfe bittet, entwickelt er eine Zuneigung, die nicht erwidert wird. Piet greift erst zu Schlaftabletten und dann zu drastischeren Mitteln. Linus de Paoli gelingt es, zu verstören und zu polarisieren – und das auf breiter Ebene.

Im Anschluss: Q&A mit dem Regisseur Linus de Paoli

Bildquelle: Verleih

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