Randfilmfest 2017 Das Millionenspiel

Das Millionenspiel
Sa. 30.09./13:15 Uhr

von Tom Toelle
mit Jörg Pleva, Dieter Thomas Heck, Dieter Hallervorden

Ein Film, der bei seiner Erstausstrahlung 1970 für große Kontroversen gesorgt hat und gerade in der heutigen Reality-TV-Zeit als fast schon beängstigend visionär bezeichnet werden muss. In einer Zeit, als das Fernsehen noch harmlos war, man nur zweieinhalb Sender zur Auswahl hatte und die spektakulärsten Shows Auswüchse an biederer Harmlosigkeit waren,
trafen Menge und Toelle beim Publikum einen Nerv, offenbar als Vorahnung einer totalitären Medienlandschaft. Im „Millionenspiel“ – der Film stellt fast ausschließlich in Echtzeit die 90-minütige fiktive Fernsehshow gleichen Namens dar – geht es darum, dass ein Kandidat sieben Tage lang, gejagt von einer Bande von Killern, überleben muss.

deutsche Originalfassung

Quelle Beitragsbild: https://www.kino.de/wp-content/uploads/2015/08/das-millionenspiel-1970-film-rcm1024x512u.jpg

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Randfilmfest 2017 Kamikaze 1989

Kamikaze 1989
Sa. 30.09./11:15Uhr

von Wolf Gremm
mit Rainer Werner Fassbinder, Günther Kaufmann, Boy Gobert, Brigitte Mira, Franco Nero, Richy Müller

„Kamikaze 1989“ ist eine dystopische Vision von 1989, die 1982 gefilmt wurde, inkl. Leoparden-Hautanzügen, Cross-Dressing-Attentätern, Firmenverschwörung, Pornostars, Hausbooten und einem fantastischen Techno-Soundtrack von Edgar Froese. In seiner letzten Rolle spielt Rainer Werner Fassbinder den Ermittler im besagten Leopardenanzug, der sich durch eine schmutzige New-Wave-Ästhetik bewegt, in der alle Medien Deutschlands von einem einzigen Konzern geführt werden und der totalitäre Staat scheinbar perfekt funktioniert.

deutsche Originalfassung

Quelle Beitragsbild: http://cine-k.de/img/stills/10778.org.jpg

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Randfilmfest 2017 Volt

Volt
Fr. 29.09./20:00 Uhr

von Tarek Ehlail
mit Benno Fürmann, Ayo, Sascha Alexander
Gerak, Anna Bederke, André Hennicke, Stipe Erceg

In der Tradition des harten Copthrillers entwirft Tarek Ehlail eine
düstere Vision eines Staates, der Flüchtlinge in rechtsfreie Transitzonen sperrt, um sie dort mit Polizeigewalt zu kontrollieren.
Volts Bilder versprühen den Geist von John Carpenters B-Movies, Michael
Manns Hochglanzgewalt und Gaspard Noés Hyperrealismus ebenso wie die vereinfachende, artifizielle Bildersprache des Musikvideos.

Im Anschluss:
Q & A mit Tarek Ehlail

deutsche Originalfassung

Quelle Beitragsbild: http://www.farbfilm-verleih.de/site/assets/files/1225/volt_ffv_web_01.1170x497n.jpg

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Nekromantik 2 – Abschlußgala
So./27.11./19:00 Uhr (Einlass: 18:00)

mit Monika M., Mark Reeder, Lena Braun

Eine junge Frau gräbt die Leiche eines Selbstmörders aus, nimmt sie mit nach Hause und geht eine sexuelle Beziehung mit ihr ein. Als sie einen lebendigen jungen Mann kennenlernt, gerät sie in einen emotionalen Konflikt, der sich nur auf sehr drastische Art lösen läßt.

Im Gewand eines B-Films beschwört er Stilmittel der Mondo-Filme (reale Tierschlachtungen) ebenso herauf, wie einen poetischen Hyperrealismus. Der inhaltliche Tabubruch wird durch die Betonung des Künstlichen, ja, Künstlerischen noch gesteigert.

Wir zeigen den Film im Rahmen einer exklusiven Live-Vertonung! Der Soundtrack wird von Monika M., Andre Abshagen, Jens Friebe und Laura Landergott vor der Leinwand simultan eingespielt.

104 Min. | FSK ab 18 Jahren

Quelle Bild: Verleih

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Der lachende Mann
Sa./26.11./13:30 Uhr

Dieser joviale Mann, der nie aufhärt zu lächeln, ist ein „lebendiger“ ehemaliger Nazi in Aktion, der frei über seine „Abenteuer“ als deutscher Söldner während des konglolesischen Bürgerkriegs (Torturen, Hinrichtungen, Morde) spricht, weil er  – fälschlicherweise – annimmt, er sei unter Freunden. Aber die Interviewer, die sich als westdeutsches Fernsehteam ausgeben, sind in Wirklichkeit des Ostens geschickteste politische Filmemacher. (Zitat aus: Amos Vogel – Film als subversive Kunst)

Die Schnapsbeichte des Kongo-Müllers, der als Söldner in Afrika an unzähligen Greueltaten beteiligt war, ist ein von der DEFA initiierter Propagandafilm, der das wahre Gesicht des westlichen Imperialismus zeigen sollte. Eine Studie über die Banalität des Mordens.

66 Min. | FSK ab 18 Jahren

Quelle Beitragsbild: https://absolutmedien.de/bilddatenbank/bilder/8005/DerLachendeMann-1.jpg

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Long Distance Call– Hommage
Sa./26.11./10:30 Uhr

mit Arno Frisch, Eva Bay, Nikolai Kinski

Henry ist allein in seiner dunklen Wohnung. Während das kleine Kind schläft, wartet er in Ungewissheit neben dem Telefon. Endlich klingelt es.  Seine Frau Claire ist am anderen Ende der Welt an einem Strand eines Luxushotels. Sie ist betrunken und ein fremder Mann scheint bei ihr. Eine außereheliche Affäre oder ist ihr Leben in Gefahr?

Die folgenden fieberhaften Anrufe und das qualvolle Warten drohen ihm den Verstand zu rauben, aber Henry versucht alles, um die Kontrolle über das Geschehen auf der anderen Seite der Leitung zu gewinnen.

20 Min.

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Der Nachtmahr
Fr./25.11./21:30 Uhr

mit Carolyn Genzkow, Sina Tkotsch, Wilson Gonzalez Ochsenknecht

Wilde Mischung aus „Possession“, „Basket Case“, „E.T. – Der Ausserirdische“ und dem „Sams“. Im Gewand eines rauschhaften Coming-of-Age-Dramas werden die gängigen Genregesetze gründlich durchgeschüttelt, wenn sich plötzlich die eigenen Eltern und Freunde als die wahren Monster entpuppen.

Ein Teil, das auf Augen, Ohren, Hirn wirkt wie eine durchzechte Gewitternacht.

92 Min. | FSK ab 12 Jahren

Quelle Beitragsbild: Festival del Film Locarno

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